Herringbone-Stich
Der Fischgrätenstich (Herringbone) ist ein gekreuzter Stich für Sticken auf Stramin. Er besteht aus sich überlappenden diagonalen Stichen, die im Zickzack entlang einer Reihe verlaufen. Die Kreuzungen bilden ein gewebtes, ineinandergreifendes Muster, das an die Gräten eines Herings erinnert, daher der Name. Er eignet sich wunderbar für Bordüren, strukturierte Streifen und dekorative Füllungen.
Stichdetails
- Stichstruktur: Gekreuzt, Strickoptik, Diagonal
- Verwandte Stiche: Farnstich
- Empfohlen für: Große Flächen, Blumen, Kleidung
- Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Anleitung und Diagramm für den Fischgrätenstich
Unten sehen Sie das Diagramm dieses Stichs.
- Sticken Sie einen diagonalen Stich nach rechts unten über zwei Straminkreuzungen. Führen Sie die Nadel dann hinter dem Stramin einen Straminfaden nach links.
- Sticken Sie einen diagonalen Stich nach rechts oben über zwei Straminkreuzungen und führen Sie die Nadel hinter dem Stramin wieder einen Faden nach links.
- Wechseln Sie diese beiden Schritte entlang der Reihe ab. Jeder neue Stich kreuzt den vorherigen, so entsteht das Zickzackmuster.
- Wenn die Reihe fertig ist, beginnen Sie die nächste darunter und folgen demselben Muster.

Tipps für den perfekten Fischgrätenstich
- Immer in dieselbe Richtung kreuzen. Behalten Sie die Reihenfolge der Stiche entlang der Reihe bei, damit jede Kreuzung gleich liegt. Wechselnde Kreuzungen stören den gewebten Look.
- Gleichmäßige Spannung. Gekreuzte Stiche ziehen am Stramin. Eine lockere, gleichmäßige Spannung hält das Muster flach und verhindert, dass sich der Stramin verzieht.
- Wählen Sie ein gut deckendes Garn. Da sich die Stiche kreuzen, kann der Stramin stellenweise durchscheinen. Ein etwas volleres Garn ergibt eine dichtere, sattere Struktur.
- Sticken Sie die Reihen möglichst in dieselbe Richtung, damit am Ende alle Reihen gleich aussehen.
Wann verwendet man den Fischgrätenstich?
Der Fischgrätenstich glänzt bei Bordüren und Streifen, bei strukturierten Kleidungsdetails wie Strick oder Tweed und bei Blättern oder Blumen. Über einen ganzen Hintergrund gestickt, ergibt er eine reiche, stoffähnliche Struktur.
Häufige Fragen zum Fischgrätenstich
Ist der Fischgrätenstich auf Stramin derselbe wie beim Sticken auf Stoff?
Beide beruhen auf derselben Idee gekreuzter Stiche im Zickzack. Auf Stramin wird er auf dem Raster gestickt, indem man die Kreuzungen zählt. Das ergibt ein sehr regelmäßiges, gewebtes Muster.
Ist der Fischgrätenstich schwer zu lernen?
Es ist ein Stich für Fortgeschrittene. Die Bewegung ist einfach, aber man muss gut zählen und die Stiche immer gleich kreuzen. Nach ein paar Reihen wird er rhythmisch und entspannend.
Was ist der Unterschied zwischen Fischgrätenstich und Farnstich?
Beides sind gekreuzte Stiche mit gewebter Optik. Der Farnstich wird in senkrechten Spalten gestickt, die an Farnwedel erinnern, während der Fischgrätenstich im Zickzack entlang waagerechter Reihen verläuft.
Stichanleitungen, in denen der Fischgrätenstich verwendet wird
So sieht dieser Stich in unseren Gobelin-Sets aus:
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Viel Spaß beim Sticken :)